„NI UNA MENOS“

NI UNA MENOS – NICHT EINE WENIGER

Thementheken vorbereitend auf den 8.März 2020:
immer um 18 Uhr im Juzi (Bürgerstraße 41)

3.2: Einsteiger*Innen-Vortrag Feminismus mit offener Gesprächsrunde
17.2: Vortrag: die Kämpfe der Frauen* in Chile
24.2: Feministischer Filmabend
2.3: Transparente malen für den 8.März
8.3: Internationaler Frauen*kampftag
Demo 16 Uhr Gänseliesel

Auch in diesem Jahr wollen wir mit euch zusammen den internationalen Frauenkampftag am 8.März feiern und im Vorfeld mit euch ins Gespräch kommen, diskutieren und gemeinsam Neues lernen.

Dieses Jahr liegt unser Fokus auf der chilenischen Frauen*freiheitsbewegung und der Frage, wie wir uns gegenseitig als Bewegungen unterstützen können.

Seit Jahren kämpft die indigene Bevölkerung in Chile um ihre Anerkennung, Student*innen setzen sich für ein gerechteres Bildungssystem ein und Frauen* wehren sich gegen (sexualisierte) Gewalt und die zahlreichen Frauenmorde.

Im Oktober 2019 begannen landesweite Proteste in Chile, deren Auslöser zunächst steigende Preise der öffentlichen Verkehrsmittel und der Lebenshaltungskosten waren. Frauen* gingen in den letzten Monaten massenhaft gegen Sexismus und Gewalt an Frauen* auf die Straße.

Inzwischen haben sich die Proteste ausgeweitet. Nicht nur in Chile, sondern in ganz Lateinamerika, vernetzten sich Menschen unter der Parole „Ni Una Menos“ (nicht Eine weniger), um gemeinsam gegen das Morden an Frauen zu demonstrieren.

Die chilenischen Frauen wurden vor allem durch die Choreografie des Kollektives Las Tesis mit dem Titel „el violador eres tú“ (der Vergewaltiger bist du) bekannt.

Auch wir sind hier in der Pflicht die bestehenden Verhältnisse umzuwerfen und gegen die strukturelle Benachteiligung von Frauen* zu kämpfen: Sexismus im Alltag, ungleiche Bezahlung, sexualisierte Gewalt, das Fortbestehen der Abtreibungsparagraphen, der gesellschaftlich erwartete Spagat zwischen Arbeit und Familie…
Die Liste lässt sich endlos fortsetzen, was zeigt: Der Kampf geht weiter!

Für uns ist klar: Die Kämpfe, die in Chile geführt werden, sind auch unsere.

Deswegen wollen wir mit euch gemeinsam am 8.März auf die Straße gehen und uns bei unseren Veranstaltungen vernetzen und weiterbilden.

Hoch die internationale Solidarität!

Wir freuen uns auf euch! – Eure AJ

Theke zum Mord der Antifaschistin Conny

Der Mord an der Antifaschistin Conny jährt sich dieses Jahr zum 30. mal. In Gedenken an sie findet am 15.11.2019 ein Streifzug durch die Stadt und die Geschichte statt- um 19 Uhr ab der Stadthalle. Um euch und uns darauf vorzubereiten, in das Thema einzuführen und Fragen zu klären laden wir euch ganz herzlich zu unserer Theke am Montag, den 4.11.2019 ab 18 Uhr ein!

Wir freuen uns auf euch!

Verfassungsschutz an der Schule? Ohne uns!

Die Verfassungsschutzbehörden sind staatliche Organe zum Schutz der ,,freiheitlich demokratischen Grundordnung“ vor extremistischen Gefährdern. Die Entstehungsgeschichte dieser Behörden wirft jedoch die Frage auf was vor wem geschützt werden soll. Das Bundesamt für Verfassungsschutz wurde 1950, während des kalten Krieges, mit der Intention gegründet gegen Kommunistische und andere linke Kräfte vorzugehen. Zu diesem Zwecke wurden Verbrecher*innen aus der SS, dem SD und der Gestapo zusammengeführt um sie unter dem neuen Namen Verfassungsschutz weiter arbeiten zu lassen. Auf struktureller Ebene waren diese Verbrecher*innen gut auf die neue Aufgabe vorbereitet da sie schon im NS-Deutschland ähnliche Funktionen ausgeführt hatten.
In den Jahren 2000-2006 beging die rechte Terrorgruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) 10 Morde, mehrere Bombenanschläge und Raubüberfälle. Innerhalb dieser Zeit suggerierte die Polizei nach aussen ein Bild davon in alle Richtungen zu ermitteln. Jedoch verkannte die Polizei bis zum Bekennervideo des NSU, dass es sich bei den Taten um rassistisch motivierte Morde handelte. Dadurch konnten die Täter*innen über mehrere Jahre ungehindert rechten Terror verbreiten.
Die Verstrickungen und Verbindungen ins Umfeld der terroristischen und faschistischen Mörderbande NSU füllen mittlerweile Bücher. Andreas Temme, ein ehemaliger hauptamtlicher Mitarbeiter des hessischen Landesamtes für Verfassungsschutz, war nicht nur während des Mordes an dem neunten Mordopfer der Neonazis im selben Internet-Café in Kassel anwesend und will nichts von dessen Erschießung mitbekommen haben. Zu Beginn der Ermittlungen wurde er auch als Tatverdächtiger festgenommen. Außerdem war er am 4. Juli 2004 an dem Tag als in der Keupstraße eine Nagelbombe des NSU 22 Menschen teilweise schwer verletzte anwesend, ohne diesen „Zufall“ schlüssig erklären zu können. Ein Untersuchungsbericht des LKA, in dem es vermutlich um die Rolle Temmes beim NSU geht, wurde 2017 für sage und schreibe 120 Jahre gesperrt.
Die Anzahl der von den Verfassungsschutzbehörden im direkten Umfeld des NSU platzierten V-Leute ist kaum zu überblicken. Um deren Identität geheim zu halten betrieben die Verfassungsschutzbehörden effektiven Selbstschutz. Die Liste der zahllosen V-Personen im Umfeld des NSU wurde in einer „Aktion Konfetti“ genannten Schredderaktion vernichtet. So konnte nur ein Teil der V-Personen von Untersuchungsausschüssen zum NSU befragt werden, der Großteil bleibt unbekannt – die Aufklärung der Neonazi-Morde blieb unvollständig. Deutlich wurde aber, dass der Sumpf aus dem sich der NSU entwickelte zuvor reichlich mit finanziellen Mitteln der Verfassungsschutzämter gewässert worden war.
Dass der Verfassungsschutz auf dem „rechten Auge blind ist“ oder zumindest eine Sehschwäche hat, zeigt sich nicht nur am Umgang mit den rechten Terroristen des NSU, sondern wird auch deutlich wenn man sich anschaut, wie der Verfassungsschutz das weltweit agierenden Neonazi-Netzwerk „Combat 18“ (Kampfgruppe Adolf Hitler) einschätzt. Die Mitglieder von «Combat 18» Deutschland sehen sich in Vorbereitung auf einen Krieg, eines bevorstehenden, unausweichlichen „Rassenkrieges“, der ihrer Meinung nach ganz Europa erfassen und die bestehenden gesellschaftlichen Ordnungen auflösen wird. Sie füllen ihre „Kriegskasse“, beschaffen sich Waffen, trainieren für den Ernstfall, führen Schießübungen durch. „Combat 18“ ist in Deutschland nicht verboten, obwohl es sich um den bewaffnete Arm des Neonazi-Netzwerks „Blood and Honor“ handelt, welches wiederum in Deutschland verboten ist. Das Bundesamt für Verfassungsschutz verharmlost den rechten Terror in seinem BfV-Newsletter im Herbst 2017 und schreib dass, „etwaige Radikalisierungstendenzen“ bei «Combat 18» Deutschland „nicht notwendigerweise die Gesamtorganisation betreffen müssen“ und das lediglich die Möglichkeit bestünde, „dass sich Einzelpersonen durch die Ideologie von C18 soweit indoktrinieren lassen, dass sie mit schweren rechtsextremistischen Gewalttaten in Erscheinung treten.“ Das BfV liefert hiermit Textbausteine für die unvermeidlichen Erklärungen, die kommen werden, wenn doch jemand von «Combat 18» seine Vision von rechtem Terror in die Tat umsetzt: „bedauerlicher Einzelfall“, „Einzeltäter“, „keine Organisation und kein rechter Terror erkennbar“.
Ein anders Beispiel für aktuellen Rechtsterrorismus ist, dass auch heute Strukturen, die sich für den „Tag X“ vorbereiten aktiv sind. Recherchen der taz deckten im Umfeld der Bundeswehr-Spezialeinheit KSK ein Netzwerk auf, das für den Fall einer Krise Internierungslager für politische Gegner*innen und deren mögliche Exekution plante. Dafür wurden nicht nur Listen angelegt, auf denen die Namen tausender meist linker Personen aufgeführt wurden. Ein Mitarbeiter des Verfassungsschutzes gründete den Verein Uniter, in dessen Umfeld, dass Netzwerk der KSK Wehrübungen durchführte und Orte auskundschaftet die für ihr Vorhaben infrage kommen könnten.
Nicht nur die engen Verbindungen der Verfassungsschutzbehörden zu Nazistrukturen, die sich im Untergrund organisieren, sondern auch die öffentliche Stellungnahmen zu rechter Gewalt und Hetzte sind besorgniserregend. So zum Beispiel nach den erschreckenden Ereignissen in Chemnitz letztes Jahr, wo Nazis und Hooligans gemeinsam nicht-deutsche, oder jene die sie dafür hielten, durch die Straßen jagten behauptete der damalige Präsident des Verfassungsschutzes es habe in Chemnitz keine Hetzjagden gegeben. “Es gab keinen Mob, keine Hetzjagd und keine Pogrome.“ Ein Satz, der schlichtweg gelogen ist. Gesprochen von Hans-Georg Maaßen, dem damaligen Präsidenten des Bundesamtes für Verfassungsschutzes. Chemnitz? Da war nix!

Aus diesem Anlass treffen wir uns am Freitag, den 08.11.2019 um 16:00
Uhr im JuziCafé. Kommt vorbei, qutascht und diskutiert mit uns.
Wir freuen uns auf euch.

„Gemeinsam Kämpfen! Für eine Revolutionäre Bewegung“ – Demonstration – Kommt zum JugendBlock!

Für eine revolutionäre Jugendbewegung!

Ob Nazis, Klimawandel oder Krieg in den letzten Jahren spitzt sich unsere regionale und globale Situation zu. Und ob Rechtsruck der Regierungen oder der brennende Amazonas – uns als Jugendliche treffen diese Entwicklungen besonders hart. Denn es wird unsere und die nächste Generation sein, die Lösungen für diese Symptome des Kapitalismus finden muss. Schon jetzt gibt es zahlreiche Bewegungen und Gruppen von Jugendlichen, die das erkannt haben und für eine bessere Zukunft kämpfen.
Diese Kämpfe – seien sie noch so unterschiedlich hängen alle zusammen und richten sich gegen das herrschende System.
Lasst uns unsere Solidarität und unsere Einigkeit zeigen!

Lasst uns zeigen: wir sind viele, wir sind laut und wir wollen die Welt verändern!

Als große, vielfältige, revolutionäre Jugendbewegung!

Kommt alle auf den Jugendblock auf der „Gemeinsam kämpfen“-Demo!
03.10.2019 | 14 Uhr | Platz der Synagoge

Aufruf der Antifaschistischen Linken International >A.L.I.<

Raus aus der Schule! Rein in die Bewegung! Politisches Wochenende

Zum zweiten Mal wollen wir für ein Wochenende unseren Alltag hinter uns lassen und uns mit den wichtigen Fragen unserer Zeit beschäftigen. Dieses Jahr liegt der thematische Schwerpunkt auf dem Klimaschutz. In verschiedenen Vorträgen, Workshops und Diskussionen wird es um regionale und globale Dimensionen sowie verschiedene theoretische und praktische Ansätze gehen. Das wollen wir in Verbindung setzten mit der Kapitalismuskritik, Antifaschismus und Feminismus.

Dabei wollen wir uns austauschen und uns beim gemeinsamen Kochen, Essen und Übernachten untereinander vernetzen!

Gib deine Anmeldung einfach im Roten Buchladen (Nikolaikirchhof7) ab, dort erhältst du die weiteren Informationen!
Wir freuen uns auf dich!
Antifa Jugend und Fridays for Future Göttingen

Hier kannst du den Anmeldeflyer als PDF herunterladen

Winterpause der Theke

Winterpause der Theke!

 

Nach der heutigen Winter-Theke legen wir eine Winterpause ein,

die Nächste findet voraussichtlich am 21.01.2019 statt, wie immer ab 18 Uhr, Juzi (Bürgerstraße 41, GÖ)

Doch nur die Theke macht Pause, denn wir werden natürlich weiter kämpfen!

Du willst auch? Nun weißt du wo du uns findest! Komm vorbei!

 

 

 

 

Es ist die Zeit der Monster!

Grusel-Grausel-Tecno-Trash-in-Halloween-Reinfeier-Party!

Am Dienstag, 30.10.2018 ab 22 Uhr im Juzi (Bürgerstraße 41).                                 Achtung: ihr kommt nur verkleidet, und mit dem besten Kostüm gratis rein!

Deswegen auch das Motto. Es ist ein Zitat vom italienischen Kommunist Gramsci. ,,Das Alte stirbt und das Neue kann noch nicht zur Welt kommen. Es ist die Zeit der Monster„.  Denn immer wieder kommt es zu Krisen im bzw. durch den Kapitalismus, in denen rechte und autoritäre Bewegungen an Zustimmung und Macht gewinnen. Und da gegen heißt es zu kämpfen! Nichts desto trotz (oder gerade deswegen) muss ab und zu gefeiert werden- also kommt am Dienstag und tanzt mit uns in Halloween hinein. Wieder zu bunt gemischter Musik, v.a. Trash und Tecno, es ist für jede*n was dabei!

 

Wir freuen uns auf euch!

AJ

Special-Theke: Vortrag über Kurdistan!

Bei unserer Antifa-Theke im Juzi gibt es am Montag, dem 15. Oktober 2018, einen Vortrag über Kurdistan, eine grundlegende Einführung in  die Geschichte und die Situation heute, sowie die  historischen und auch aktuellen Kämpfe und was die Rolle unseres Kampfes dabei ist.

Danach habt ihr wie immer die Möglichkeit, bei einem Getränk mit uns ins Gespräch zu kommen.

Kommt vorbei, wir freuen uns auf euch!

 

Wie jeden 1. & 3. Montag im Monat ab 18 Uhr im Juzi (Bürgerstraße 41)!

 

 

Antifa O-Phase

 

Antifaschistischer Stadtrundgang 2018

 

Die traditionelle Antifa O-Phase findet auch in diesem Jahr wieder statt. Ein Muss für alle Neu-Göttinger*innen und alle Interessierten ist der Antifa-Stadtrundgang der Antifaschistischen Linken International (A.L.I.) und der Antifa Jugend ( AJ).

Mit dem Stadtrundgang soll die antifaschistische Geschichte der Stadt wieder erlebbar werden. Auch wollen wir euch die seit vielen Jahren aktive linksradikale Szene von Göttingen näher bringen. So werden wir Stationen besuchen, die sowohl die linke historische Stadtgeschichte darstellen, als auch einschneidende Erlebnisse (mit bundesweiten Konsequenzen für die autonome Szene) und Vorfälle der Repression gegen linksradikale Aktivist*innen und den studentischen Häuserkampf beleuchten. Außerdem werden wir verschiedene wichtige linke Orte besuchen und danach die Möglichkeit haben,  in einer Kneipe oder Café miteinander ins Gespräch zukommen.

Kommt vorbei, wir freuen uns auf euch!

 

Mittwoch, 17. Oktober 2018

18 Uhr im Rosa-Luxemburg-Haus (AStA, Goslerstr. 16)